Lange wusste man nicht was mit Dominiqe Aegeter's Karriere geschieht. Nun geht er 2026 mit dem Kawasaki Word SSP Team in der Supersportkalsse an den Start. Alles was ihr dazu wissen müsst, erfahrt ihr im folgenden Interview!
Man fieberte lange mit, ob und wo du 2026 fahren wirst. Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem Team Kawasaki? Wie gestaltet sich eine solche Suche nach einem neuen Team?
Die Zusammenarbeit mit Kawasaki entstand durch meinen Bruder Kevin, der auch mein Manager ist. Er fragte zuerst bei allen konkurrenzfähigen Superbiketeams nach, da war aber nichts frei, ohne dass man viel Geld hätte zahlen müssen. Darum fragten wir dann bei den besten Supersportteams nach und so ist dann dieser Kawasaki Deal entstanden.
Man geht eigentlich auf die Teams zu oder sie kommen auf dich zu. Dann redet man mit dem Teammanager und es wird geschaut, ob sie einen Platz frei haben. So starten die ganzen Verhandlungen, sodass für Team und Fahrer alles stimmt. Daraus entsteht dann ein dreissigseitiger Vertrag auf Englisch, den man unterschreiben muss.
Du fuhrst schon einmal in der Supersportklasse auf einer Yamaha R6 und wurdest zweimal Weltmeister. Nun hast du im vergangenen November die Kawasaki ZX 6R in Jerez das erste Mal getestet. Wo siehst du die Unterschiede zwischen den beiden Motorrädern?
Da ich nun drei Jahre in der höheren Klasse, in der Superbike, fuhr, ist es schwierig, mich an die R6 zu erinnern. Beim ersten Test fehlte mir die Leistung, nachdem ich drei Jahre auf einer 1000er fuhr. Aber auch der Fahrstil muss angepasst werden. Man bremst später, man hat eine schnellere Kurvengeschwindigkeit. Dazu kommt das neue Team und daher ist es schwierig, sich auf die R6 zurückzudenken. Damals war ich mit der Yamaha R6 auf Anhieb schnell, aber mit der Kawasaki hatte ich mich am Anfang etwas schwergetan.
Jeremy Alcoba wird dein neuer Teamkollege. Er ist 11 Jahre jünger als du. Mit deiner Erfahrung wirst du ihn sicher unterstützen können. Denkst du, dass es Bereiche gibt, in denen du auch etwas von ihm lernen kannst?
Ja, Alcoba ist ein schneller Fahrer. Er fuhr in der Moto3 und Moto2 und fuhr schon letztes Jahr in diesem Team. Er war im ersten Test eine Sekunde schneller und von dem her kann ich sicher von ihm lernen. Aber ich werde mich sicher auf mich konzentrieren, um die Grundbasis für mein Motorrad herausfinden zu können.
Du fährst nun nicht für ein Kundenteam, sondern im Werksteam Kawasaki. Wie ist die Zusammenarbeit mit dem Kawasaki Werksteam der Superbikeklasse? Wäre nach einer erfolgreichen Saison in der Supersportklasse ein weiterer Aufstieg möglich?
Ja, es ist cool, mit dem Kawasaki Werksteam arbeiten zu können. Das Team wird von Pucetti geführt, ein sehr erfahrenes Team, das auch schon Weltmeister wurde, auch in der Supersportkategorie. Ich muss sicher noch die Menschen und die Mechaniker besser kennenlernen. Je nach Platzierung Ende Jahr besteht die Möglichkeit, dass ich mit Kawasaki oder Bimota wieder in die Superbikeklasse aufsteigen kann.
Was wird für dich im Jahr 2026 die grösste Baustelle?
Das ist schwierig zu sagen. Sicher alle Gegner, es sind 30 Fahrer, starke Fahrer. Das Wichtigste ist, eine gute Grundbasis zu finden, Freude am Motorradfahren zu haben und das Vertrauen zurückzugewinnen, und dann kann ich sicher auch vorne mitfahren.
Was ist erforderlich, um erneut den Weltmeistertitel in der Supersportklasse zu holen?
Du schreibst das hier, als wäre es selbstverständlich, dass ich gleich vorne mitfahre und um den Weltmeistertitel kämpfe. Es war drei Jahre her, als ich in der Supersportklasse fuhr, und die zwei Jahre, in welchen ich Weltmeister wurde, waren ausserordentlich und sind schwer zu toppen. Die Supersportklasse hat sich verändert. Es gibt nun viele verschiedene Marken und neue Marken, die dazukommen. Dazu kommen viele neue Fahrer aus der Moto2, Moto3 oder auch von der MotoE. Das wird kein Selbstläufer. Einerseits möchte ich in den Top 5 kämpfen und was nachher Mitte Ende Jahr drin liegt, das werden wir sehen.
Die Bilder sind vom Kawasaki WORLDSSP Team!
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