Die Anfahrt war neblig, dafür glänzten meine Augen umso mehr, als ich am Ziel war.
Es ist schön, Menschen zu kennen, die eine Begeisterung für Zeugen der Zeit haben. Melanie Jaggi und ich kennen uns schon ein paar Jahre. In ihren Instagram-Stories habe ich gesehen, dass sie auch eine Begeisterung für alte Schätze wie Autos, Motorräder und Zapfsäulen hat. Sie arbeitet nämlich im Familienbetrieb Energypark in Laupersdorf, zu dem auch das Spirit Magazin gehört.
Der Energypark ist ein Museum und eine Eventlocation. Neben sehr seltenen Autos, Flugzeugen und diversen Motorrädern besitzten sie eine Sammlung alter Zapfsäulen, wie ich sie noch nie gesehen habe. Das Museum besitzt um die 600 Stück aus allen Zeitepochen des Tankens. Es gibt Raritäten und Einzelstücke die man praktisch nirgends mehr zu sehen bekommt und das vom Original bis zum restaurierten Exemplar. Manche Zapfsäulen sind richtige Kunstwerke. Man erkennt, dass viel Liebe ins Detail und ins Design gesteckt wurde.
Bei den Autos sind neben einigen bekannten Modellen vor allem Raritäten vertreten. Einige Autos werden restauriert. Ein tolles Beispiel dafür ist der halb geputzte Studebaker. So wird ersichtlich, wie ein Scheunenfund in den Energypark kommt und was Sie daraus machen. Die meisten Autos fahren auch und werden immer wieder ausgeführt. Abgesehen davon, dass man Standschäden verhindert, ist es einfach großartig, so ein Auto auszuführen und es auf der Strasse zu sehen.
Wie oben geschrieben, sind auch Motorräder vertreten. Neben alten Mofas in tollem Zustand gibt es auch verschiedene Solex in sehr gutem Zustand. Unter den Mofas befindet sich ein tolles Exemplar. Ein DKW, das in Balsthal produziert wurde. Auch hier gibt es einige Seltenheiten, von Condor über Sunbeam bis hin zu Triumph und Jawa. Wie bei den Autos gilt es, die Fahrzeuge in Schuss zu halten und dafür zu sorgen, dass sie noch lange erhalten bleiben.
Es finden immer wieder Seminare und Veranstaltungen statt. Das Museum ist jeden ersten Samstag im Monat geöffnet. Man kann sich Referate anhören oder einfach die Oldtimer geniessen. Es gibt verschiedene Räume und Angebote, die für Veranstaltungen und Anlässe gebucht werden können. Ob Hochzeit, Firmenanlass oder Apéro, ich denke, da ist für jeden etwas dabei. Besonders gut hat mir die Bistro Bar „Peking to Paris” gefallen. Sie befindet sich im Erdgeschoss, direkt neben den Oldtimern. Die vielen alten Blech-Werbeschilder an den Wänden bringen den Charme des Museums rüber.
Das Spirit Magazin gibt es erst seit drei Jahren, hat sich aber bereits gut etabliert. Es erscheint alle zwei Monate. Bei vielen Menschen ist das Interesse an Motorisierter Bewegung vertreten. Im Magazin wird über Classic- und Sportwagen, Motorräder und Lifestyle berichtet. Jede Ausgabe beginnt mit einem guten Intro von Martin Jaggi, dem Vater von Melanie und Inhaber des Magazins. Es lädt ein, sich in den Seiten zu verweilen. Martin durfte ich auch kennenlernen. Die Liebe zu Oldtimern und alten Zapfsäulen war bei ihm schon immer vorhanden. So kam es, dass er mit 18 Jahren seinen ersten Oldtimer hatte und das war der Startschuss, für seine Sammelleidenschaft.
Zum Schluss bleibt mir noch Danke zu sagen an Melanie und Martin für die Zeit und die Führung durchs Museum.
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