Im ersten Teil des Interviews mit Friedrich Schatz, beantwortete er mir unterschiedlichste Fragen zu seiner Reise mit seinem Dieselmotorrad. Eine Frage war aber im letzten Beitrag noch offen: Wo bist du durchgefahren? Die Antowrt auf diese Frage lest ihr nun hier, viel Spass! Die Fotos sind übrigens von Friedrich selbst!
von zuhause in die Türkei
Ich lebte damals in Dresdes und bin dann erstmal in die Eifel gefahren zu einem Motorradweltreisetreffen. Von dort ging es dann in Richtung Bayern und rüber nach Österreich. Bis zur slowenischen Grenze, nahe Salzburg, begleitete mich mein Freund Olli. Slowenien schaute ich mir nicht grossartig an und bin einfach durchgefahren. Kroatien schaute ich mir dann genauer an und besucht ezum Beispiel den Plitwitzer See. Ende April war es da aber mit den Touristen schon richtig schlimm. Von dort aus ging es der Küste entlang weiter, einfach, weil die geil war. Dann fuhr durch Bosnien, Herzigowina, Serbien und Montenegro. Montenegro war richtig schön. Weiter ging es ein Stück durch Albanien und weiter nach Mazedonien an den Oridhsee. Neben dem Oridhsee gibt es den Prespasse, dieser ist das Dreiländereck von Mazedonien, Albanien und Griechenland. Dann ging es schon in die Türkei wo ich den einen Zwischenstopp in Istanbul machte.
Türkei bis Somalialand
Im Süden der Türkei fuhr ich über den höchsten Berg, den Mount Büyükağrı, nach Iran. Von da aus nahm ich die Fähre nach Dubai. Mein Plan war damals von Dubai weiter nach Saudi Arabien und dann weiter nach Ägypten. Dies war mein Plan. In Dubay wurde mir empfohlen noch den Oman zu besuchen und das tat ich dann auch. Dort war es toll, ich lernte viele nette Menschen kennen. Es gefiel mir so gut, dass ich sogar eine 1700 km lange Fahrradtour unternahm. Vom Oman ging es weiter nach Somalia Land. Dies war jedoch nicht so einfach, denn ich musste eine Überfahrt organisieren. Es gab keine Fähren, doch ich fand ein Holzschiff, dass mich und mein Motorrad mitnehmen sollte. Als ich an dem Abfahrttag dann da war, durfte plötzlich nur noch das Motorrad mit. Ich war zu diesem Punkt schon ausgereist aber der Kapitän entschied sich anders. So musste ich das Flugzeug über Dubay nehmen. Ich war dann letzendlich froh, das Schiff erhielt nach fünf Tagen keinen Ankerplatz und musste nochmals fünf Tage warten. Ich war froh musste ich nicht 10 Tage, mit Menschen die nur Hindi sprachen, auf einem Schiff verbringen.
von Somaliland zum Malawisee
Somaliland ist eine abtrünniges Land das eigentlich zu Somalia gehört. Ist aber seit den 90ern autonom und hat eine eigene Polizei und ein eigenes Parlament, wie ein normaler Staat. Ich war somit in einem Land, dass es eigentlich nicht gibt, ich hatte ein Visum das es eigentlich nicht gibt und ich bezahlte mit Geld, was es eigentlich nicht gibt. Der Krieg war am Anfang der 90er Jahre und nun kommen viele Flüchtlinge wieder zurück. So fand ich täglich jemanden der Deutsch sprach und Englisch war sowieso kein Problem. Von dort aus ging es nach Äthiopien, wo ich etwas südlich der Hauptstadt blieb. Ich entschied mich, dass ich schnell nach Kenia will. Ich fuhr runter bis nach Nairobi. Ich wollte an Weihnachten aber nicht noch ein Tag zum Victoriasee fahren und ans Meer und weiter nach Tansania. In Kenia erhielt ich den Tipp nach Mosambik zu fahren, die sei Urafrika. Jedoch war gerade Regenzeit und ein Zyklon, er hiess Fredi, sorgte für schlimme Überschwemmungen. Dorthin gab es aber nur eine 300km lange Schotterstrasse, auf die ich nicht wirklich heiss war bei diesem Wetter. Ich hatte auch kein Bock mehr in Tansania rum zu sitzen und entschied mich nach Malawi zu fahren. Ich dachte mir vielleicht könnte ich von da aus nach Mosambik fahren. Da war aber auch alles am Ars... . So bin ich wieder umgekehrt und fuhr nach Tansania, nach Daressalam. Dort traf ich Freunde. Ich liess mein Motorrad stehen und wir fuhren zusammen mit dem Zug zum Malawisee. Dort sieht es aus wie an der Adria, Strände und blaues Wasser. Die Zugfahrt war ein Abenteuer für sich, genauso wie man sich das vorstellt. Nach der Nacht gab es einen Servicestopp und die Schläuche wurden gewechselt, nach 500 km. Das letzte Stück von Mbeaya bis zum See, fuhren wir dann noch mit dem Bus.
vom Malawisse in den Nationalpark in Uganda
Wir fuhren alles wieder zurück und die Freunde flogen wieder nach Hause. Ich bin wieder hoch nach Kenia gefahren und traf meinen nächsten Kollegen in Mombasa. Er hatte sich dort ein Kibo Motorrad ausgeliehen. Dieses Motorrad wurde in Holland entwickelt und nun in Kenia gebaut. Mit seinen 15 oder 18 Ps ist es super schnell für Kenia. So sind wir zusammen rumgegukrt von Mombasa nach Nairobi an den Lake Naiwasha. Von da aus ging es wieder zurück nach Mombasa, da das geliehene Motorrad zurück musste. Ich fuhr dann weiter, auf kleinen Strassen an den Victoriasee. Fand dort einen geilen Campingplatz ohne Handyempfang und vielen Vögeln. Der Lake Malawi war schon super blau aber der Victoria See war noch blauer und traumhaft schön. Nachdem ich ein paar Tage auf dem wunderschönen Camping verweilte ging es weiter in Richtung Nilquelle, bei Singya. Singya befindet sich in Uganda. In die Nationalparks von Uganda darf man mit dem Motorrad reinfahren. Dies ist sonst in ganz Afrika verboten. Ich stand meist vor dem Sonnenaufgang auf und fuhr alleine auf den Dreckpisten und sah so überall Tiere wie Giraffen und Elefanten. Einmal war ich extra früh unterwegs, denn ich wollte Löwen sehen. Die Mühe war jedoch umsonst, ich sah leider keine. Ich hatte nicht so angst von den Wildtieren, da die Parkranger auch mit Motorrädern unterwegs waren. Dann ging es wieder rüber nach Kenia und nach Nairobi. Da verladete ich das Motorrad und flog nach Hause.
Das war die Geschichte von Friedrichschatz und seiner Motorradtour nach Afrika. Fals es euch gefallen hat oder euch noch Fragen aufgekommen sind, schreibt es gerne in die Kommentare! Zum Schluss hier noch die ungefäre komplette Tour in einer Übersicht:
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