Letzte Woche wurden aus 1000 Bewerbungen aus 45 Nationen 8 neue Fahrer für den Red Bull Rookies Cup ausgewählt. Sie mussten während zwei Tagen auf der Rennstrecke ihr Können zeigen. Unter diesen acht ist Alessio Arnold, ein Schweizer. Das ist grandios, dass ein Schweizer im Red Bull Rookies Cup mitfährt. Aber was ist das eigentlich?
Kurz: Der Red Bull Rookies Cup ist ein Sprungbrett für junge Motorradrennfahrer. Aktuell treten acht Fahrer in der Moto2 und Moto3 an, die ihre Karriere im Red Bull Rookies Cup begannen. In der MotoGP sind es fünf Stück: Pedro Acosta, Jorge Martin, Joan Mir, Brad Binder und Johann Zarco. Einige davon, wie Jorge Martin, Johann Zarco oder Pedro Acosta, haben den Red Bull Rookies Cup gewonnen. Der letzte deutschsprachige Fahrer gewann den Rookies Cup 2012, es war Florian Alt. Kein Unbekannter auf diesem Blog, er kommentierte bei Sky die MotoGP in München, wo ich mit dabei war. Mittlerweile fährt er in der IDM/Euro Moto Superbike und beendete die Meisterschaft auf dem 5. Platz.
Natürlich sind es nur wenige, die es bis ganz oben schaffen, aber es ist ein guter Start und öffnet manche Türen. Genau diesen Weg dürfen Alessio Arnold und 25 weitere Fahrer (26 Fahrer gab es in den letzten beiden Saisons, max. 30 sind erlaubt) in der kommenden Saison gehen. Er fuhr bis nun in unterschiedlichen europäischen Klassen und konnte dort sein Können beweisen. Mehr dazu im Interview auf motorcyclemylife.ch. Auf welchem Bike und für welches Team geht er 2026 nun an den Start?
Das Spannende am Red Bull Rookies Cup ist, dass alle Fahrer auf einem identischen Motorrad sitzen, einer KTM RC 250 R. Ein 82 kg schweres Motorrad mit einem 4 Takt Einzylindermotor. Das führt dazu, dass die Fahrer und ihre Fähigkeiten im Vordergrund stehen. Es gibt nicht feste Teams wie in den höheren Klassen. Fahrercoaches, Fahrwerksingenieure und Mechaniker sind für alle dieselben. Der Cheftechniker ist jeweils für 4 Fahrer zuständig.
Die Rennen des Red Bull Rookies Cup finden jeweils innerhalb der europäischen Rennen der Weltmeisterschaft statt. Das waren in diesem Jahr Jerez, Le Mans, Aragon, Mugello, Sachsenring, Spielberg und Misano.
Ich freue mich, dass Alessio Arnold diese Möglichkeit erhalten hat und dass diese ihm möglichst viele Türen öffnen wird. Die Daumen sind gedrückt!
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